![]() |
Startseite | Suche | Sitemap | Kontakt | Login | |||||||
| Sie sind hier: www.weltenverbinden.de / Stiftung / Förderung / Projekte / 3. Studientag für Multiplikatoren / | ||||||||
|
|
||||||||
|
06.05.2010 Die Stiftung "Welten verbinden" bezuschusste den 3. Studientag für Multiplikatoren![]() Projektbericht über den 3. Studientag für Multiplikatoren in der Aussiedlerarbeit in Würzburg/Heuchelhof am 20.03.3010
1. Planung des 3. Studientages für Multiplikatoren
Zu diesem Studientag waren die Teilnehmer aus den 2 Multiplikatoren-Seminaren aus den Dekanaten Coburg, Sulzbach-Rosenberg, Nürnberg/Langwasser, Bamberg und Würzburg eingeladen. Ziel dieser Seminare ist es, Einheimische und Aussiedler auf dem Weg der Integration zu begleiten und zu unterstützen. Leider nahm an diesem Studientag kein Teilnehmer aus dem Dekanat Coburg teil. Vermutlich liegt es daran, dass in diesem Dekanat die Stelle des Aussiedlerseelsorgers nicht mehr besetzt wurde. Aber aus den anderen genannten Dekanaten trafen sich 21 Personen in der Gethsemanekirche in Würzburg/Heuchelhof. 13 Teilnehmer sind Spätaussiedler aus der ehemaligen UdSSR, 8 Teil- nehmer sind sogenannte „Einheimische“. Die Teilnehmer waren sich bereits alle bekannt, so dass sehr schnell Kontakt untereinander aufgenommen wurde. Damit auch die Teilnehmer aus Würzburg uneingeschränkt teilnehmen konnten, haben wir das Essen vorgekocht und eine Kirchenvorsteherin, hat sich bereit erklärt an diesem Tag die hauswirtschaftlichen Tätigkeiten zu erledigen.
1.2 Ziel des Studientages
Einen Stadtteil, mit einem sehr hohen Anteil von Migranten und die Netzwerke zur Integration im Stadtteil kennenlernen. Als kulturellen Höhepunkt wählten wir eine Führung durch die Würzburger Residenz.
Der Stadtteil Heuchelhof wurde in den 70er Jahren als reine Schlafstadt für ca. 11.000 Menschen geplant. Er liegt in einer Höhenlage vor der Stadt Würzburg, getrennt durch die Autobahn A3 Frankfurt-Nürnberg. Der Stadtteil hat einen besonders hohen Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund. Der Anteil aus den Ländern des ehemaligen Ostblocks ist besonders hoch, Polen, Rumänien und der ehemaligen UdSSR. Die Zuwanderer aus der UdSSR kamen den Jahren 1980 und dann verstärkt 1990 – 2004, und sie machen inzwischen ca. 55 % der Bevölkerung des Stadtteils aus. Es sind Deutsche aus Russland, mitreisende Familienmitglieder, Russen, und jüdische Zuwanderer aus Russland. In der Evang. Kirchengemeinde „Gethsemane“ gibt es seit 2001 eine halbe Projektstelle für Aussiedlerarbeit/Aussiedlerseelsorge, die vom Dekanat Würzburg finanziert wird. Bereits im Sommer 2001 hat der Ausschuss für Aussiedlerarbeit des Kirchenvorstandes die Arbeit unterstützt und mitgetragen und auch diesen Studientag mit durchgeführt.
Ziel dieses Studientages war es, den Teilnehmer diesen besonderen Stadtteil vorzustellen vor allem aus dem Gesichtspunkt der Vernetzung mit anderen Verbänden und Trägern.
Die Fäden im Stadtteil laufen bei der Stadtteilmanagerin zusammen, die auch das Bund-Länder-Projekt „Soziale Stadt“ in den letzten 10 Jahren Im Stadtteil koordiniert hat.
![]() 2. Programm
Schwerpunkt am Vormittag war die Situation der Kirchengemeinde und des Stadtteils kennenlernen. In der Mittagszeit stand der Austausch im Vordergrund. Abschluss des Tages war die Besichtigung der Residenz in Würzburg
2.1 Das geplante Programm
9:30 Uhr Ankommen und Kaffee und Getränke, in den Räumen der Gethsemanekirche
10:00 Uhr Andacht (Garten Gethsemane)
10:20 Uhr Situation in der Kirchengemeinde Gethsemane
10:45 Uhr Spaziergang durch den Hochhausbereicht Heuchelhof
11:15 Uhr Besuch bei der Stadtteilmanagerin und Leiterin des ehem. Projekts „Soziale Stadt“ im „Alten Schwimmbad“
12:45 Uhr Mittagessen und Kaffee in Gethsemane Rückfragen und Gesprächsgruppen
14:30 Uhr Fahrt mit den Pkws zur Residenz
15:00 Uhr Führung
16:30 Uhr Ende des Studientages und Verabschiedung Residenzplatz
17:00 Uhr Kurzes Nachgespräch der Würzburger Teilnehmer und Aufräumen 2.1 Der tatsächliche Verlauf
Wir haben das geplante Programm im Großen und Ganzen eingehalten, nur die Gruppe aus Nürnberg kam mit einer Verspätung an und kam erst um 11:30 im „Alten Schwimmbad“ an. Um mehr Zeit zum Gespräch zu haben sind wir mit Pkws zur Residenz gefahren. Beim Spaziergang durch den Heuchelhof war beeindruckend, dass eine große Menschenansammlung ca. 150-200 Personen vor einem Gebäude versammelt waren. Wir haben dann erfahren, dass der russische Konsul aus München Sprechstunde hatte, dies geschieht 2-3-mal im Jahr. Damit russische Staatsangehörige nicht nach München fahren müssen, wenn der Konsul sie wegen amtlicher Angelegenheiten z. B. Rente, persönlich sehen muss.
2.2 Ergebnisse, Eindrücke und Weiterarbeit
Die Teilnehmer waren überrascht, dass trotz der vielen Hochhäuser und Enge eine ruhige Atmosphäre im Stadtteil herrschte, auffällig war für viele, dass mehr russisch als deutsch gesprochen wurde. Sehr wichtig waren die Informationen und die Einsichten die Frau Seelmann in ihre Arbeit gab. Dass sie alle Betroffenen mit einbezieht, so dass eine gemeinsame Arbeit vor Ort möglich ist. Besonders wichtig war ihr auf die Zusammenarbeit der Kirchen und des Bürgervereins mit dem Quartiermanagement hinzuweisen. Hier wird sehr viel bewegt und gemeinsam geplant. Sie stellte auch das Aktionsprogramm vor, das Bürger für Bürger anbieten und in den Räumen der ‚Stadt und der Kirchen durchgeführt wird. Die Angebote gehen von der Nachhilfe, über Sing- und Tanzgruppen, oder wie jetzt um den 1. Mai das Fest der Fantasie. In der Mittagspause gab es sehr rege Gespräche an den Tischen mit Frau Seelmann und den Teilnehmern aus Würzburg über das Zusammenleben im Stadtteil und die Angebote die den Bürgern gemacht werden.
Der kulturelle Teil die Besichtigung der Residenz war für viele ein Highlight. Besonders als wir nach der offiziellen Führung noch die Räume mit den Bildern der Zerstörung und des Wiederaufbaus der Residenz besuchten, waren die Teilnehmer tief beeindruckt.
Das nächste Treffen wird nun für Oktober 2010 geplant, es wird in Sulzbach-Rosenberg stattfinden.
![]() ![]() Teilnehmerbericht:
Die bei dem Multiplikatorenseminar für Evangelische Aussiedler und Einheimische im Oktober 2008 beschlossenen Treffen wurden fortgesetzt. Nachdem im März 2009 und im Oktober 2009 in Bamberg und Nürnberg die ersten 2 Studientage stattfanden, fand der 3. Studientag am 20.3.10 in Würzburg statt. Der Ausschuss für Aussiedler hatte dieses Treffen gemeinsam mit Diakon Pfundt vorbereitet. Zwischen den Teilnehmern aus den Dekanaten Bamberg, Nürnberg-Ost, Amberg, Sulzbach-Rosenberg, Coburg und Würzburg sind bereits gute Beziehungen entstanden, so bestand Freude über das Wiedersehen. Es gab viel zu berichten wie die Integration-Arbeit in den Dekanaten weitergeht. Nach einem Begrüßungskaffee und einer Andacht in der Gethsemanekirche, ging die Gruppe gemeinsam durch das Hochhausgebiet zum "Treffpunkt Altes Schwimmbad". Hier trafen wir uns mit Frau Seelmann, der Quatiermanagerin, die uns das Projekt "Soziale Stadt" vorstellte. Würzburg nahm mit dem Stadtteil Heuchelhof, an diesem Programm der Städteförderung des Bund und des Freistaates Bayern in den letzten 10 Jahren teil. Ca. 50 % der Bewohner des Heuchelhofes kommen aus den Ländern der ehemaligen UdSSR. Durch Mentalitätsunterschiede und Sprachprobleme gab es Anfangs viele Schwierigkeiten. Neben den Hilfen die der Staat und die Stadt bietet sind für die Menschen auch die Angebote der Kirchen äußerst wichtig, deshalb besteht eine enge Zusammenarbeit mit den Kirchen und den Vereinen und Verbänden. Das Quartiersmanagement hat hier am Heuchelhof auch die Aufgabe, die Angebote für die Bewohner des Stadtteils zu koordinieren. Anschließend wurde lebhaft diskutiert. Nach dem Mittagessen, das von den Mitgliedern des Ausschusses vorbereitet war und bei dem nochmals ein ausgiebiger Gedankenaustausch stattfand, fuhren alle in die Stadt um die Sehenswürdigkeiten der Stadt zu genießen. Nach einer Führung durch einen Teil der Residenz endete der Seminartag. Die Multiplikatorenseminare tragen viel dazu bei, dass Einheimische, die Menschen, bei uns eine neue Heimat gefunden haben besser verstehen. Die Treffen sollen fortgesetzt werden, da der Austausch untereinander viele neue Impulse gibt und die Arbeit bereichert.
Ingrid Welker
|
News
Förderrichtlinien der Stiftung "Welten verbinden" Mehr...
Antragsfrist für Projekte über 500,-: 6. Februar 2012
WeltenVerbindenFreunde.net Über den Link
19. Januar 2012 Landesbischof: Situation in der Asyl-Erstaufnahmeeinrichtung Zirndorf teilweise "menschenunwürdig". In der Pressemitteilung Mehr...
9. Januar 2012 Der EUFIS-Newsletter Dezember 2011 ist eingestellt. Mehr...Welten intern
22. Dezember 2011 Die EU-Notizen 5-2011 sind eingestellt. Mehr....Welten intern
22. Dezember 2011 Der EUFIS-Newsletter November 2011 ist verfügbar. Mehr....Welten intern
22. Dezember 2011 Der EU-FONDS-INFOBRIEF 2/2011 ist eingestellt. Mehr... Welten intern
22. Dezember 2011 Die Europa-News der BAG EJSA Ausgabe Dezember 2011 (Nr. 6) ist eingestellt. Mehr....Welten intern
26. Oktober 2011 Die vom BAMF geförderten Integrationsprojekte sind im Projektjahrbuch 2010 vorgestellt. Mehr....
24. Oktober 2011 Handreichung "Sozialleistungen für Unionsbürgerinnen und Unionsbürger in Deutschland" in der Reihe Diakonie-Texte erschienen. Mehr.... Welten intern
24. Oktober 2011 Sonntagsblatt-Beilage der STIFTUNG WELTEN VERBINDEN mit dem Thema "Migration und Gesundheit" erschienen. Mehr....
20. Februar 2006
Neues Forum
Für registrierte Besucher von weltenverbinden.de steht ein neu eingerichtetes Gesprächsforum zur Verfügung.
|
|||||||
|
|
||||||||