In der Arbeitshilfe Übernahme der Passbeschaffungskosten erörtert der Autor, Volker Maria Hügel, die Möglichkeiten der Erstattung der Passgebühren bei LeistungsempfängerInnen des AsylbLG, des SGB II und des SGB XII.
Arbeitshilfe Übernahme Passbeschaffungskosten
Dieses Handbuch möchte Antragstellern, Projektmitarbeitenden, Trägern und Verbänden nun dabei helfen, die Integrationsprojektarbeit im Sinne der Zuwanderinnen und Zuwanderer effizient und zielgerichtet zu gestalten.
Wir möchten sie ermuntern, Ihr Projekt von Beginn an sowohl Inhaltlich als auch verwaltungstechnisch zu planen und zu leiten.
Der Aufbau des Handbuchs ist so gestaltet, dass sie es als Einführung von vorne nach hinten lesen können. Sie können es aber auch als Nachschlagewerk in jeder Phase des Projektes heranziehen. Um ihnen die tägliche Projektarbeit zu erleichtern, finden sie am Ende des Handbuchs einen Index zu häufig auftauchenden Begrifflichkeiten.
Handbuch
Als ein Segment diakonischer Arbeit in der Einwanderungsgesellschaft stellt dieser Bericht die Migrationsberatung für erwachsene Zugewanderte in den Mittelpunkt.
2010 hatte sich das Diakonische Werk der EKD unter der Überschrift „Eine gerechte Gesellschaft gestalten – Aktivitäten der Diakonie“ mit den Zielen des EU-Jahres gegen Armut und soziale Ausgrenzung befasst. Es gibt Ursachen für Armut und Ausgrenzung von Klientinnen und Klienten der Migrationsberatung, die nur auf diese Personengruppen zutreffen. Zum Teil sind sie institutionell bedingt (Zugang zum Arbeitsmarkt, Anerkennung von Ausbildungsabschlüssen und so weiter). Armut von Klientinnen und Klienten der Migrationsberatung der Diakonie auch mit statistischen Daten aufzuzeigen und zu belegen, ist Anliegen der vorliegenden Veröffentlichung.
Die Evangelische Aktionsgemeinschaft für Familienfragen in Bayern e. V. - eaf bayern hat in Kooperation mit dem Diakonischen Werk Bayern die Broschüre
Familie und Migration
Situation - Erfahrungen - Impulse
herausgegeben.
Diese Broschüre ist kostenlos erhältlich:
Geschäftsstelle der eaf
im Diakonischen Werk Bayern
90332 Nürnberg
Telefon 0911/ 9354-270
Telefax 0911/ 9354-299
info(at)eaf-bayern.de
Im Internet http://www.eaf-bayern.de/ ist die Broschüre als Download verfügbar.
Caritas und Deutsches Rotes Kreuz haben ein Beraterhandbuch für Beratung von Menschen ohne legalen Aufenthaltsstatus herausgegeben.
Das Buch informiert über die komplexe Rechtslage, benennt Ansprechpartner und macht konkrete Handlungsvorschläge.
Das Beraterhandbuch kann auch unter:
http://www.caritas.de/47009.html heruntergeladen werden. Dort finden Sie auch ein Interview mit Herr Alborino vom Deutschen Caritasverband zu der Frage, weshalb es ein Handbuch für die Beratung von Menschen, die in Deutschland offiziell gar nicht leben dürfen braucht?
Deutschland ist im europäischen Vergleich weiterhin ein Hauptzielland von Migration. Zu diesem Ergebnis kommt der durch die Bundesregierung veröffentlichte und durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge erstellte Migrationsbericht für das Jahr 2009. Der Bericht soll durch die Bereitstellung möglichst aktueller, umfassender und ausreichend detaillierter statistischer Daten über Migration Grundlagen für die Entscheidungsfindung von Politik und Verwaltung im Bereich der Migrationspolitik zur Verfügung stellen. Zudem dient er der Öffentlichkeit als Informationsquelle über das Wanderungsgeschehen.
www.bamf.de/DE/DasBAMF/Home-Teaser/hometeaser-migrationsbericht-2009.html
Verkehr und Logistik
planet-beruf.de-Berufswahlmagazin zeigt berufliche Möglichkeiten für Schüler und Schülerinnen der Sekundarstufe I Ausbildungsberufe und Tätigkeiten im Bereich Verkehr und Logistik.
Im Starinterview erzählen diesmal Bill und Tom Kaulitz von "Tokio Hotel" und Lea von der Band "Saphir", dass auch sie bei Ihren Auftritten und Tourneen nicht ohne Logistik auskommen.
Mehr über das aktuelle Heft in der Pressinformation
Die aktuelle Ausgabe des Schüler-Berufswahlmagazins
planet-beruf.de
MEIN START IN DIE AUSBILDUNG
beschäftigt sich diesmal mit dem Thema Fit für die Bewerbung.
In der neuen Ausgabe von planet-beruf.de lernen die Leserinnen und Leser im Starinterview Lena Meyer-Landrut und Florian Prokop näher kennen. Die beiden Stars geben Tipps, wie Jugendliche Arbeitgeber von sich überzeugen können.
Näheres enthält die Presseinformation und ist unter http://www.planet-beruf.de/ zu finden.
Vor wenigen Wochen ist die Arbeitshilfe "Erste Schritte wagen - Handreichung für die Begegnung von Christen mit ihren muslimischen Nachbarn" in dritter Auflage erschienen. Diese Neuauflage stellt sowohl im Inhalt wie in der Illustration eine völlige Neubearbeitung dar, die an der Situation des Jahres 2009 orientiert ist.
Verantwortet wird die Neuauflage vom Arbeitskreis und vom Beauftragten für interreligösen Dialog und Islamfragen.
Die Arbeitshilfe will den Dialog vor Ort anregen und bietet viele Impulse und grundlegende Informationen. Sie kann zum Preis von 5,-€ beim Ökumenereferat angefordert werden oekumene(at)elkb.de .
Der Beauftragte für interreligösen Dialog und Islamfragen, Dr. Rainer Ochslen steht für Auskünfte, Vorträge und Fortbildungen nach Möglichkeit zur Verfügung.
Zu erreichen ist er unter folgenden Kontaktdaten:
rainer.oechslen(at)elkb.de
Telefon: 089/ 5595-680
Sekretariat:
susanne.odin(at)elkb.de
Telefon: 089/ 5595-681
Wissenschaftler der Universität Hamburg haben im Auftrag des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge eine Studie zum Thema "Nutzung der Mehrsprachigkeit von Menschen mit Migrationshintergrund - Berufsfelder mit besonderem Potenzial" veröffentlicht.
Kern des Forschungsvorhabens war die Frage, in welchen Bereichen des Arbeitslebens ein besonderes Potenzial für den Einsatz der Mehrsprachigkeit von Beschäftigten mit Migrationshintergrund liegt und wie dieses konkret erschlossen werden kann.
Dabei bezog sich die Untersuchung auf Berufsgruppen im Dienstleistungssektor - hierzu gehören soziale Berufe, wie Erzieherinnen und Erzieher oder Pädagoginnen und Pädagogen, medizinische Berufe, wie Ärzte und Pflegende, Büroangestellte in Behörden und Unternehmen sowie gewerbliche Berufe.
Die Studie ist als Download verfügbar.
Deutschkurse für Flüchtlinge und Migranten lebensweltorientiert
Neues Handbuch mit Übungsmaterialien aus dem Alltag
Mit dem neuen Handbuch "Wie bitte? - Deutsch für Flüchtlinge und MigrantInnen" unterstützt das Diakonische Werk Württemberg in Zusammenarbeit mit dem Evangelischen Verein Tübingen e.V. Verantwortliche in Sprachkursen. Praxisbezogene Themen und lebensnahe Übungen zeichnen die über 2000 starke Seiten Loseblattsammlung aus.
Mit Situationen aus dem Alltag, beispielsweise Arztbesuch oder Jobsuche, werden spielerisch grammatikalische Strukturen vermittelt. Die Materialien enthalten Texte und Dialoge, die auf die besondere Lage von Flüchtlingen eingehen, und andere, die allgemeine, grundlegnde Themen ansprechen.
Das Handbuch ist besonders geeignet für ehrenamtliche Sprachkursleiter und deren Arbeit mit Flüchtlingen, da viele Texte und Dialoge auf deren Lebenssituation eingehen. "Viele dieser Kurse richten sich speziell auch an diejenigen Flüchtlinge, die wegen eines ungesicherten Aufenthaltsstatus von den Integrations- und Sprachkursen nach dem Aufenthaltsgesetz ausgeschlossen sind", schreibt Oberkirchenrat Helmut Beck, Vorstandsvorsitzender des Diakonischen Werks Württemberg. "Hier macht das Handbuch indirekt auch eine Lücke in einem System sichtbar, das Flüchtlingen Teilhabe vorenthält."
Grundlage und Ausgangspunkt des Handbuchs ist der "Deutschkurs für Flüchtlinge", den es seit vielen Jahren im Schlatterhaus der Evangelischen Studierendengemeinde in Tübingen gibt. Die reglmäßig angebotenen Kurse beginnen mit Einführungen zu grundlegenden Begriffen und Regeln der deutschen Umgangssprache durch eine Fachkraft und gehen dann über in vertiefende Gruppenübungen, die von ehrenamtlichen Tutoren angeleitet werden. "Wir freuen uns, dass die langjährigen Erfahrungen aus diesem Kurs nun als Handbuch für alle Interessierten zugänglich gemacht werden", schreibt das Autorenteam in seinem Vorwort zum Handbuch.
Das Handbuch "Wie bitte? - Deutsch für Flüchtlinge und MigrantInnen" kann für 19,50 Euro (zzgl. Versandkosten) bestellt werden bei:
Diakonisches Werk Württemberg, Abteilung Landkreis- und Kirchenbezirksdiakonie, Migration, Heilbronner Straße 180, 70191 Stuttgart,
Fax: 0711/1656 49 281. Eine kostenlose Leseprobe kann unter
www.diakonie-wuerttemberg.de/direkt/deutschunterricht heruntergeladen werden.
Flyer
11.2008: Die Migrationserstberatung der Diakonie 2007 Eine
statistische Auswertung
Migration und Fremdheitserfahrung sind Kernelemente vieler biblischer
Texte. Daraus ergibt sich für die Diakonie ein besonderer
Integrationsauftrag.
Nach dem Wiederaufbau entwickelte sich die Bundesrepublik Deutschland
zu einem Einwanderungsland. Die Einwanderung verlief für Millionen
Menschen erfolgreich. Sie stellen eine willkommene Bereicherung für
die Gesellschaft dar.
Einwanderung bringt aber auch Veränderungen und Herausforderungen für
alle Beteiligten mit sich, sie birgt aber insbesondere Risiken, für
die Migrantinnen und Migranten. Eingewanderte haben viele Belastungen
und sie benötigen daher die Solidarität der Gemeinschaft - einige
weniger, andere mehr.
Diakonie lebt und handelt in der Einwanderungsgesellschaft. Sie berät
Aussiedler und Aussiedlerinnen, Ausländer und Ausländerinnen und steht
Flüchtlingen mit Rat und Tat zur Seite.
Die vorliegende Arbeitshilfe nimmt die Migrationserstberatung in den
Blick - ein Segment diakonischer Arbeit in der Einwanderungsgesellschaft.
Sie dient auf Basis der Auswertung von Beratungsdaten der inhaltlichen
Rechenschaftslegung in diesem Arbeitsgebiet.
Gedruckte Exemplare können Sie zu den folgenden Konditionen über den Zentralen Vertrieb des Diakonischen Werkes der EKD bestellen.
Artikelnummer: 613 103 118
Kosten für gedruckte Fassungen pro Ausgabe:
ab 1 Exemplar 5,00 EUR
ab 10 Exemplare 2,60 EUR / Exemplar
ab 100 Exemplare 2,35 EUR / Exemplar
(alle Preise inkl. MwSt. zuzüglich Versandkosten)
Versandkostenpauschale:
Bestellwert bis 20,00 EUR = Versandpauschale 2,00 EUR,
Bestellwert bis 50,00 EUR = Versandpauschale 3,50 EUR,
Bestellwert über 50,00 EUR = Versandpauschale 5.00 EUR.
Bestellanschrift:
Zentraler Vertrieb des Diakonischen Werkes der EKD Karlsruher Str. 11
70771 Leinfelden-Echterdingen
Telefon (0711) 90216-50
Telefax (0711) 7977502
E-Mail: vertrieb@diakonie.de <
vertrieb(at)diakonie.de>
Die Broschüre "Chancen durch Integration - Ratgeber für Familien", herausgegeben von der Bundesregierung, möchte vor allem Eltern helfen, Unterstützung und Hilfe zu finden z.B. bei der Gesundheitsvorsorge, Kinderbetreuung, Schule oder Berufsberatung. Die Broschüre ist in zwei Sprachfassungen erhältlich: deutsch-türkisch und deutsch-russisch und bietet einen praktischen und schnellen Überblick zu 63 Themen. Bei jedem Thema wird erklärt, welche Rechte und Pflichten es gibt und welche Leistungen und Kosten übernommen werden. Außerdem gibt es jeweils Hinweise auf Ansprechpartner vor Ort und weiterführende Informationen.
Die Broscüre kann gratis beim Publikationsversand der Bundesregierung bestellt werden:
Publikationsversand der Bundesregierung
Postfach 48 10 09
18132 Rostock
Tel. 01805/ 77 80 90
Fax: 01805/ 77 80 94
E-Mail: publikationen(at)bundesregierung.de
www.bundesregierung.de/Webs/Breg/DE/PublikationenFotos/Bestellservice/bestellservice.html
Beim Amt für Evangelische Jugendarbeit, Referat Arbeit mit Kindern und Jugendlichen aus Aussiedlerfamilien gibt es eine Bibliothek zum anregen - informieren - qualifizieren - neugierig machen.
Die Literatur- und Medienliste für die Arbeit mit jungen Aussiedlerinnen und Ausiedler kann hier herunter geladen werden. Alle Bücher und Medien auf dieser Liste können auch entliehen werden.
Nähere Informationen:
Johanna Wollnik
Projekt Aussiedlerarbeit
Amt für evang. Jugendarbeit
Hummelsteiner Weg 100
90459 Nürnberg
Tel. 0911/4304-302
Fax 0911/4304-205
Der umfangreiche Bericht, an dessen Erstellung auch Mitarbeitende aus der Diakonie beteiligt waren, gibt einen Überblick über die Angebote zur Deutschförderung für Kinder und Jugendliche mit Migrationshindergrund vom frühkindlichen Bereich bis zur Hochschule.
Der Bericht würdigt die grundsätzliche Bedeutung von sprachlicher Bildung als Schlüssel zur Integration und Teilhabe und gibt Empfehlungen zur Weiterentwicklung für die einzelnen Arbeitsfelder. Außerdem spricht er sich ebenfalls für eine breitere Nutzung der Potenziale von Fachpersonal mit Migrationshindergrund aus
Doris Beneke, DW EKD
Der 7. Band in der Reihe Anregungen für die Arbeit mit Flüchtlingsfrauen, herausgegeben vom DW EKD, enthält zahlreiche Berichte aus der Arbeit mit und für Flüchtlingsfrauen, beispielsweise aus der psychosozialen und therapeutischen Arbeit mit Kurdinnen sowie zum Thema Flüchtlingsfrauen und Kunst . Die Beiträge, die vor allem von Mitgliedern des Arbeitskreises Flüchtlingsfrauen in Deutschland geschrieben wurden, informiert über vielfältige Erfahrungen und geben Anregungen und Ideen für eigene Projekte und Vorhaben für haupt- und ehrenamtlich in der Flüchtlingsarbeit Tätige und am Thema Interessierte.
In kleiner Stückzahl ist die Broschüre kostenlos beim Zentralen Vertrieb zu beziehen.
E.Mail: vertrieb(at)diakonie.de
Von Christel Gutekunst, DW EKD
12. September 2007
Offen für Andere(s)
"Offen für Andere(s)" lautet der Titel einer Informationsschrift, die einen Überblick zur evangelischen Jugendarbeit mit Kindern und Jugendlichen aus Aussiedlerfamilien gibt. Herausgegeben wurde diese Broschüre von der Arbeitsgemeinschaft der evangelischen Jugend in der Bundesrepublik Deutschland e.V. (aej) und dem Amt für Jugendarbeit der Evang.-Luth. Kirche in Bayern (ejb), unterstützt aus Mitteln des Kinder- und Jugendplans des Bundes (KJP). Betrachtet man die Statistiken zur Altersstruktur zugezogener Spätaussiedlerinnen, Spätaussiedler, Aussiedlerinnen und Aussiedler, dann wird deutlich, dass der Jugendarbeit in diesem Bereich eine besondere Bedeutung zukommt: insgesamt 42,66 % aus dieser Gruppe sind unter 25 Jahre alt.
Das vorliegende Handbuch behandelt alle wichtigen Themen für eine Erfolg versprechende Integrationsarbeit mit jugendlichen Aussiedlern und gibt einen umfassenden Überblick über diesen Bereich der Jugendarbeit. Anhand von Erfahrungsberichten und Praxisbeispielen kann es auch als Leitfaden für eine Erfolg versprechende Integrationsarbeit mit jugendlichen Aussiedlern bei der Konzipierung von Jugendintegrations- projekten dienen.
Erhältlich ist dieses Handbuch als Download über das Aussiedlerseelsorge-Portal der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD).

21. März 2007
Was wir als Eltern tun können
Eine Broschüre zur Suchtvorbeugung für Eltern von jugendlichen Spätaussiedlern
Kinder und Jugendliche sind vielen Gefährdungen ausgesetzt. Diese Gefährdungen zu erkennen und Strategien dagegen zu entwickeln, dabei versucht die Bayerische Aktion Jugendschutz Hilfestellungen zu geben. Zu diesem Zweck gibt es eine Fülle von Informationsmaterialien, die sich teilweise direkt an Kinder und Jugendliche wenden, zum Teil aber auch an Eltern und an pädagogisches Fachpersonal.
Gerade neu erschienen ist die Informationsschrift "Was wir als Eltern tun können". Die Broschüre ist speziell für die Zielgruppe der Eltern von jugendlichen Spätaussiedlern in deutscher und russischer Sprache entwickelt worden. Nach einer einführenden Geschichte werden für Eltern Ansätze der Suchtprävention aufgezeigt. Weiterhin werden die gängigsten Suchtmittel und das deutsche Suchthilfesystem beschrieben.
Erhältlich ist diese Broschüre (Bestellnr. 12231) gegen eine Unkostengebühr per Online-Bestellung oder über die folgende Adresse:
Aktion Jugendschutz, Landesarbeitsstelle Bayern e.V. Fasaneriestr. 17 80636 München
Telefon: 089/ 12 15 730 Fax: 089/ 12 15 73 99
7. März 2007
Vielfalt am Arbeitsplatz - Ein Leitfaden für kleinere und mittlere Unternehmen
Im Zuge einer rasant sich erweiternden Europäischen Union, die nicht nur Vorteile sondern auch Reibungspunkte und Anpassungsprobleme mit sich bringt, wirbt die Europäische Kommision für Vielfalt und Chancengleichheit. Große Konzerne, die sog. 'Global Players', verfügen über ein vielfältiges Instrumentarium, um auf neue Herausforderungen einzugehen. Für kleinere und mittlere Unternehmen (KMUs) bedeutet es eine vergleichsweise größere Kraftanstrenung sich an eine rasch wandelnde wirtschaftliche Landschaft anzupassen.
Als Anregung zur Problemanalyse und als Entscheidungshilfe für Führungskräfte dieser kleineren und mittleren Unternehmen ist die von der EU-Kommision herausgegebene Broschüre "Vielfalt am Arbeitsplatz" gedacht. Auf 14 Seiten und in 8 Schritten verweist sie auf grundlegende Strukturen, die zu überprüfen sind um Strategien zur Verbesserung der Wirtschaftlichkeit durch innerbetriebliche Vielfalt zu entwickeln. Bei der Ausarbeitung dieser hilfreichen Leitlinien wurde auf flexible und breit angelegte Anwendbarkeit geachtet.
Auf den Arbeitgeberseiten zur EU-Kampagne "Für Vielfalt - gegen Diskriminierung" findet sich auch der Download dieser Broschüre.

5. März 2007
Illegalität und Gerechtigkeit
Menschen in aufenthaltsrechtlicher Illegalität wurden in Deutschland lange tabuisiert.
In einer wissenschaftlichen Untersuchung, seiner Dissertation, nimmt sich Andreas Fisch mit dem interdisziplinären Blick seines Theologie und Sozialwissenschaft verbindenden Studiums des Themas 'Illegale' an. Aus biblischen, systematisch-theologischen und sozialethischen Reflexionen heraus entwickelt der Verfasser spezifische Verpflichtungen und überprüft diese anhand von säkularen Gerechtigkeitstheorien. Als Ergebnis werden Reformvorschläge angeboten und deren erwartbare Folgen mit den Konsequenzen der derzeitigen Gesetzgebung kontrastiert.
Das Buch erscheint mit einem Vorwort von Georg Kardinal Sterzinsky und enthält auch eine 25-seitige Kurzfassung. Es ist in der Reihe Schriften des Instituts für Christliche Sozialwissenschaften im LIT-Verlag erschienen:
Fisch, Andreas Menschen in aufenthaltsrechtlicher Illegalität Reformvorschläge und Folgenabwägungen aus sozialethischer Perspektive
Vorw. v. Sterzinsky, Georg Verlag : LIT ISBN : 978-3-8258-0122-9 Einband : Paperback Preisinfo : 29,90 Eur[D] / 30,80 Eur[A] / 45,90 sFr Seiten/Umfang : 400 S. - 23,2 x 15,3 cm Erschienen : 1. Aufl. 02.2007
12. Dezember 2006
Komm mit - wir feiern Gottesdienst
Wie "funktioniert" ein evangelischer Gottesdienst? Allen, die nicht so genau Bescheid wissen und die vielleicht deshalb vom Besuch eines Gottesdienstes abgehalten werden, hilft ein kleines Heftchen, das von der Aussiedlerseelsorge der EKD herausgegeben wurde. Unter dem Titel "Komm mit - wir feiern Gottesdienst" werden auf 40 Seiten knapp und bunt illustriert Ablauf, Elemente und Inhalte eines Gottesdienstes erklärt. Da der kleine Ratgeber auch als mögliches Geschenk und als Einladung zum Gottesdienst für russlanddeutsche Aussiedler gedacht ist, ist der gesamte Text in Deutsch und in Russisch wiedergegeben.
Erhältlich ist dieses kleine Buch zum Preis von 0,40 Euro pro Stück über das
Landeskirchenamt,
KR Ulrich Zenker,
Abt. Ökumene und Kirchliches Leben,
Postfach 20 07 51,
80007 München.

Neuerscheinung
Rußlanddeutsche Aussiedler verstehen
Praktisch-theologische Zugänge
Rußlanddeutsche Spätaussiedler sind gegenwärtig die zweitgrößte Migrantengruppe in Deutschland.
Als Glieder ihrer Kirchengemeinden erfahren sie erst zögerlich die ihrer Zahl angemessene Beachtung.
Kulturelle Differenzerfahrungen verunsichern die Selbstdeutung als Deutsche, Einheimische reagieren
mit Ratlosigkeit und Rückzug.
Die Studie unternimmt im Interesse gelingender Begegnung eine grundsätzliche Verstehensbemühung in praktisch-theologischer Perspektive und zeichnet dafür eine Topographie rußlanddeutschen Christentums. Im Horizont von Migrations- und Integrationsforschung rekonstruiert sie das für Rußlanddeutsche signifikante Unterwegssein, erschließt deren theologische Interpretation dieser in Katastrophen durchlittenen Erfahrung und zeichnet sie ein in den Horizont einer eschatologisch bestimmten Ekklesiologie.
DER AUTOR
Christian Eyselein, Dr. theol., Jahrgang 1958, ist Pfarrer der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern. Er ist seit 2003 Studienleiter am Evangelisch-Lutherischen Pastoralkolleg Neuendettelsau und Dozent am Studienseminar Pfarrverwalterausbildung der Augustana-Hochschule Neuendettelsau und seit seiner Habilitation 2005 Privatdozent für Praktische Theologie an der Augustana-Hochschule.
492 Seiten, Hardcover
EUR 58.00 (D), 59.70 (A), CHF 97.00
ISBN 3-374-02379-7
EVANGELISCHE VERLAGSANSTALT
Leipzig www.eva-leipzig.de
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Eine Buchbesprechung dazu:
Wie ein Krimi
Ein spannendes, ja brisantes Buch („obwohl“ eine wissenschaftliche Arbeit!), das ich streckenweise wie einen Krimi gelesen habe!
Verstehen ist das Ziel
Verstehen der neuen Bevölkerungsgruppe „Aussiedler“ ist das angestrebte Ziel, denn immer noch ist die Unkenntnis über geschichtliche Zusammenhänge beschämend – oft wissen nicht einmal die Mitarbeiter in den Ämtern Bescheid, betiteln die Neuankömmlinge als „Russen“ oder fordern: „Die sollen Deutsch lernen!“ Die Medien, darauf weist Eyselein mehrmals hin, tragen ihren Teil bei zu einem einseitig ablehnenden Aussiedlerbild. Nicht zuletzt manipuliert eine inhumane Grundstruktur, die allen politischen Lagern gemeinsam ist, das gesellschaftliche Denken: Die Suche nach dem „nützlichen Fremden“, ein ständiges Anwerben und Ablehnen und die konstante Abwertung der Aussiedler und anderer Migranten durch restriktive Gesetze und Verordnungen.
Wanderungsgeschichte der Russlanddeutschen
Wer ist also dieser Menschenschlag, der durch Vertreibung und Verfemung geformt, sein Nationalgefühl nur noch auf Russisch formulieren konnte?
Bewegt las ich den schön kurzgefassten, mit Herz geschriebenen und gründlich recherchierten Abschnitt über die Wanderungsgeschichte der Russlanddeutschen, die voll Hoffnung begann und als Tragödie weiterging: Man hat die Zeit von 1914 bis 1945 als „dreißigjährigen Krieg“ gegen die Russlanddeutschen bezeichnet, der fast alle ihre bisherigen Siedlungen zum Verschwinden brachte! Wunderbar die liebevolle Würdigung des pietistisch und erwecklichen Laienchristentums (ohne Pfarrer!), das in der Form der Brüdergemeinden die Repressionen überstand (wobei auch die besondere Rolle der Frauen bei der Weiter-gabe des Glaubens gewürdigt wird).
Analyse des Sowjetmenschen
Die spannende Analyse des „Sowjetmenschen“, der gezwungen war, ein Doppelleben in zwei Wertewelten zu führen, vermittelt die Einsicht, dass wir den Integrationsbemühungen und Identitätskonflikten der Aussiedler hilflos gegenüberstehen, wenn wir nichts über ihr Leben und das ihrer Familien in jahrelanger Isolation in einem kommunistischen System wissen.
Identitätsproblematik jugendlicher Aussiedler
Mit Herzklopfen versetzte ich mich hinein in die Identitätsproblematik jugendlicher Aussiedler, die sich permanent unter dem Druck sehen, das eigene Deutschsein nachweisen zu müssen und doch gleichzeitig ausdrücklich nicht wie Deutsche behandelt werden. Wie anders als durch Rückzug sollten sie auf diese Irritation reagieren?
Integration geschieht nicht von selbst
Christian Eyselein wirkte in der ersten Hälfte der neunziger Jahre als Pfarrer an der Apostelkirche in Neuburg an der Donau - in einem bayerischen Schwerpunktgebiet des Aussiedlerzuzugs, dem Dekanatsbezirk Ingolstadt. Die Konfrontation der Neuzugezogenen mit der Ratlosikeit und Ignoranz der Gemeinden ließ ihn nach besserem und angemessenem Verstehen Russlanddeutscher fragen. Daraus wurde eine wissenschaftliche Arbeit im Rahmen der praktischen Theologie, die untersucht, was in den letzten 15 Jahren im Blick auf die Integration russlanddeutscher Aussiedler sowohl geleistet als auch versäumt wurde, die ruhig und bestimmt zur Korrektur einer ihr Handlungsfeld verkennenden kirchlichen Praxis auffordert und klar macht, dass kirchliche Aussiedlerarbeit trotz des Rückganges der Zuzugszahlen keine zurückgehende Aufgabe ist! Integration geschieht nicht von selbst, auch wenn in Politik und Kirche immer wieder so getan wird, als werde sich die Sache schon beizeiten von selbst erledigen...
Unterwegssein mit Fremden
Was durch Aussiedler an christlichen Fragmenten nach Deutschland mitgebracht wird, ist das Erfahrungswissen von der Weghaftigkeit von Kirche – das in unserer sesshaften Volkskirche nicht mehr vorhanden ist. So sind die hiesigen Gemeinden herausgefordert, sich wieder auf den Weg zu machen und mit Fremden unterwegs zu sein, ihnen Lebensraum zu ermöglichen und sich als Herberge auf Zeit zu verstehen. Wir sind ja nicht die Gastgeber, sondern wir sind alle Gäste!
Aussiedlerseelsorge als Pilotprojekt
Aussiedlerseelsorge in Deutschland versucht, die Randständigen, die aus dem Atheismus zu uns hereingespült wurden , zu erreichen – an einigen Orten z.B. mit Zielgruppengottesdiensten in russischer und deutscher Sprache – sie ist im Grunde eine Vorarbeit für das, was die Kirche gesamtgesellschaftlich erwartet! Aussiedlerseelsorge sollte als Pilotprojekt verstanden werden, das sowohl Aussiedler als auch Einheimische im Blick hat, die sich fragen: „Werden unsere Kinder morgen noch Christen sein?“
Lektüre und Nachschlagewerk
Das Buch empfehle ich sowohl als Lektüre (Krimi!) als auch als Nachschlagewerk Seelsorgern und Seelsorgerinnen, Lehrern und Lehrerinnen (Deutsch-Geschichte-Religion). Es sollte in Schulbibliotheken und Kapitelsbibliotheken stehen (nicht nur in Bayern), und wenn es der eine oder andere der gescholtenen „Medienmacher“ in die Hand nähme, würde ihm das sicher nicht zum Schaden gereichen – ganz im Gegenteil!
Marion Abendroth, Pfarrerin für Aussiedlerseelsorge, Neu-Ulm
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