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19.01.2012

Pressemitteilung:

Landesbischof: Situation in der Asyl-Erstaufnahmeeinrichtung Zirndorf teilweise "menschenunwürdig"

Erstes Gespräch von Landesbischof Bedford-Strohm mit Sozialministerin Haderthauer

 

Die Situation von Asylbewerbern, die Integration von Migranten und die kirchliche Jugendso­zialarbeit waren die Schwerpunktthemen beim ersten Besuch der bayerischen Sozialministerin Christine Haderthauer gestern bei Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm im Münchner Lan­deskirchenamt.

Unterbringung in der Erstaufnahmeeinrichtung Zirndorf teilweise ?menschenunwürdig?

Landesbischof Bedford-Strohm brachte die erhebliche Überbelegung der Erstaufnahmeein­richtung Zirndorf und die daraus resultierende, zum Teil menschenunwürdige Unterbringung der Asylbewerber zur Sprache. Er erinnerte auch daran, dass die Personalkosten der durch Dia­konie und andere Wohlfahrtsverbände geleisteten Asylsozialberatung nur zu 40 Prozent vom Staat getragen würden, 60 Prozent der Kosten müssen die Wohlfahrtsverbände selbst aufbringen. Bedford-Strohm bat dringend darum, die trotz gestiegener Zahlen von Asylbewerbern seit Jahren un­veränderten staatlichen Mittel von 1,44 Millionen Euro pro Jahr deutlich zu erhöhen. Dies sei umso dringender, als in zwanzig Gemeinschaftsunterkünften in Bayern bislang noch gar keine Asyl­sozialberatung angeboten werde.

Staatsministerin Haderthauer informierte darüber, dass es sich bei der Asylsozialberatung um eine freiwillige Leistung handle, die von den Wohlfahrtsverbänden erbracht werde. Der Freistaat beteilige sich durch seine Förderung an diesem Einsatz. Eine Erhöhung der bisherigen Förde­rung um 400.000 Euro jährlich sei in den Entwurf des Nachtragshaushalts eingestellt worden. Unabhängig davon liefen Gespräche mit den Wohlfahrtsverbänden, um zu ermitteln, inwie­weit ein darüber hinausgehender Finanzbedarf bestehe

Islam gehört zu Deutschland

Einig waren sich Landesbischof und Sozialministerin, dass die Akzeptanz anderer Religionen - wie dem Islam - eine wichtige Grundlage für gelingende Integration von Migranten darstelle. ?Unser christlicher Glaube gewinnt seine Ausstrahlungskraft nicht durch Ausgrenzung anderer Religionen. Er überzeugt durch seine eigene Authentizität?, so Bedford-Strohm.

 

Reform der arbeitsmarktpolitischen Instrumente der Bundesanstalt für Arbeit gefährdet Beratungsstellen und Beschäftigungsinitiativen.

Die im vergangenen Jahr beschlossene Reform der arbeitsmarktpolitischen Instrumente der Bundesanstalt für Arbeit und die damit verbundene Einsparung von 17 Milliarden Euro treffe vor allem diakonische und kirchliche Beratungsstellen, Beschäftigungsinitiativen und Jugend­werkstätten sehr hart, so der Landesbischof. Einige Einrichtungen seien bereits in ihrer Exis­tenz gefährdet. Insbesondere benachteiligte Jugendliche mit erhöhtem Förderbedarf seien durch die Kürzung besonders betroffen. Sozialministerin Haderthauer teilte die Meinung des Landesbischofs und wies darauf hin, dass sie sich schon seit langem für die Verbesserung der gesetzlichen Rahmenbedingungen auf Bundesebene einsetze. In dieser Angelegenheit habe sie bereits an Bundesarbeitsministerin von der Leyen geschrieben und eingefordert, dass sich die Arbeitsverwaltung weiterhin ausreichend an der Finanzierung von Jugendwerkstätten betei­lige.

 

München, 12. Januar 2012
Johannes Minkus, Pressesprecher

02.08.2011

Diakonie Bayern: Genfer Flüchtlingskonvention – weiterhin notwendig und aktuell

Nürnberg, 24. Juli 2011: Als die Genfer Flüchtlingskonvention im Juli 1951 verabschiedet wurde, hätte wohl kaum jemand daran gedacht, dass sie auch im 2011 notwendig und aktuell sein würde. Niemand konnte damals ahnen, dass es nur wenige Jahrzehnte nach der Verabschiedung durch die Vereinten Nationen zu einem Bürgerkrieg im ehemaligen Jugoslawien mit einer großen Zahl von Flüchtlingen kommen sollte, dass viele Flüchtlinge aus dem Irak und Afghanistan Schutz in Europa suchen und dass die Welt auch im Jahr 2011 – durch die Bürgerkriege in Libyen und Syrien – mit Flüchtlingen und Vertriebenen konfrontiert sein würde. Für die Diakonie in Bayern ist darum ein verbindlicher, völkerrechtlicher Rahmen für den Umgang mit Flüchtlingen weiterhin unverzichtbar.

 

Allerdings, so der scheidende Präsident der bayerischen Diakonie, Dr. Ludwig Markert, sei die Umsetzung der Genfer Flüchtlingskonvention in der Europäischen Union nach wie vor nicht zufriedenstellend. „Die Prüfung, ob eine Person die Anerkennung als Flüchtling erhalten kann, führt in den europäischen Staaten zu sehr ungleichen Ergebnissen." So wurde die Praxis der griechischen Behörden im Umgang mit Asylsuchenden europaweit kritisiert. Und auch die italienischen Behörden mussten sich vorwerfen lassen, in einigen Fällen die Genfer Flüchtlingskonvention verletzt zu haben. Die Europäische Kommission hat daher angekündigt, auch weiterhin den Harmonisierungsprozess der verschiedenen Asylsysteme voranzutreiben.

 

Markert: „Wir benötigen in Europa jedoch mehr als nur eine Anpassung und Verbesserung der Asyl-Verfahren und -systeme. Es bedarf in der europäischen Union auch einer stärkeren Wiederbesinnung auf die Werte des Flüchtlingsschutzes." Es sei auch Teil der gemeinsamen europäischen Werte, dass sich die Auslieferung von Personen verbietet, denen in ihrer Heimat Verfolgung sowie Gefahr für Leib und Leben drohe.

 

Allerdings, so Markert, stünde augenblicklich der Eigennutz der europäischen Staaten bei der Flüchtlingspolitik einem gemeinsamen Handeln entgegen. „Die Flüchtlinspolitik muss mehr denn je – dies zeigt sich an den Vorgängen in Tunesien, Libyen und Syrien – in erster Linie europäisch ausgerichtet werden. Dies heißt aber auch, dass die Lasten der Aufnahme von Flüchtlingen und Vertriebenen gemeinsam getragen werden müssen."

 

Für Rückfragen stehe ich Ihnen jederzeit zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

D. Wagner

 

Diakonisches Werk Bayern

Daniel Wagner

Pressesprecher

Pirckheimerstraße 6

90408 Nürnberg

Tel.: 0911 - 93 54 205

Fax: 0911 - 93 54 215

mobil 0160 - 478 68 53

 www.diakonie-bayern.de

 wagner(at)diakonie-bayern.de

 

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20.07.2011

Diakonie begrüßt Erleichterung des Schulbesuchs von Kindern ohne Aufenthaltspapieren

Berlin, 30. Juni 2011 Die Diakonie begrüßt, dass die Koalitionsfraktionen den

Schulbesuch von Kindern erleichtern wollen, die ohne gültige Aufenthaltspapiere in Deutschland leben. "Jedes Kind hat ein Recht auf Bildung unabhängig von seinem Aufenthaltsstatus. Deshalb begrüßen wir, wenn die Bundesregierung die einschlägigen Gesetze und Verordnungen so umgestaltet, dass Kinder ohne Furcht vor Entdeckung zur Schule gehen können und Schulleitungen ohne Angst vor dienstrechtlichen Konsequenzen Statuslose einschulen können", sagt Diakonie- Präsident Johannes Stockmeier am Donnerstag in Berlin.

Die Diakonie und die Evangelische Kirche engagieren sich seit Jahren für eine Verbesserung der Situation von Menschen ohne gültige Aufenthaltspapiere.

Nun müssen der Bund und die Länder entsprechend der neuen Entwicklung reagieren:

Für den Bereich der Kindertagesstätten sind noch Regelungen anzupassen und die Landesschulgesetze müssten dahingehend geändert werden, dass Kinder ohne Papiere überhaupt zur Schule gehen dürfen.

Allerdings merkt die Diakonie an, dass die Änderungen in der Praxis nicht weitreichend genug sind. Nicht ausgenommen von der Übermittlungspflicht sind etwa Krankenhäuser und medizinische Einrichtungen, Arbeitsgerichte, Ausländer- und Integrationsbeauftragte der Länder. "Es wäre eine deutliche Erleichterung, wenn die Übermittlungspflicht öffentlicher Stellen auf Polizei und Strafverfolgungseinrichtungen beschränkt würde", meint Präsident Stockmeier.

Einrichtungen in kirchlicher und diakonischer Trägerschaft sind - im Gegensatz zu öffentlichen Stellen - nicht verpflichtet, den Behörden Menschen ohne Papiere zu melden.

Nach Schätzungen leben mehrere hunderttausend Menschen ohne gültige Aufenthaltspapiere in Deutschland. Darunter sind auch viele Familien mit Kindern.

 

Für Rückfragen und weitere Informationen stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.

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Ute Burbach-Tasso, Pressesprecherin

Pressestelle, Zentrum Kommunikation

Telefon +49 30 83001-130 | Fax +49 30 83001-135

E-Mail: pressestelle@diakonie.de

Diakonisches Werk der EKD e.V.

Reichensteiner Weg 24 | 14195 Berlin | Telefon +49 30 83001-0 | Fax +49 30 83001-

222

diakonie@diakonie.de |

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19.07.2011

Landesbischof und Synodalpräsidentin gratulieren dem Präsidenten des Diakonischen Werkes Bayern, Ludwig Markert, zur Verleihung des Bayerischen Verdienstordens

Landesbischof Johannes Friedrich und Synodalpräsidentin Dorothea Deneke-Stoll haben im Namen der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern heute dem langjährigen Präsidenten des Diakonischen Werkes Bayern, Ludwig Markert, zur Verleihung des bayerischen Verdienstordens gratuliert.

Landesbischof Friedrich sagte heute in München, dass Markert den Bayerischen Verdienstorden „sehr zu Recht“ erhalte, „denn er hat sich als engagierter Vertreter unserer Kirche immer wieder sachkundig für die sozial Schwachen, für die Armen, für die Behinderten und für die Kinder in unserem Freistaat eingesetzt – und dies alles klar begründet aus christlicher Nächstenliebe zu allen Menschen als Ebenbildern Gottes.“

Auch die Präsidentin der Landessynode, Dorothea Deneke-Stoll gratulierte Markert zur hohen Auszeichnung. Sie freue sich, so Deneke-Stoll, „dass mit ihm ein profilierter Vertreter der Diakonie geehrt wird, der  immer wieder mit großem Engagement dafür gesorgt hat, dass die Belange von sozial schwächeren und benachteiligten Menschen in der kirchlichen und gesellschaftlichen Diskussion nicht aus dem Blick geraten. In der Landessynode hat er stets deutlich gemacht, dass Kirche und Diakonie untrennbar zusammengehören.“

Markert, 1946 in der Nähe von Hof geboren, war nach seinem Vikariat in Erlangen zunächst wissenschaftlicher Assistent für Altes Testament an der theologischen Fakultät in Erlangen. Ab 1975 leitete Markert für 11 Jahre das Evangelische Studienzentrum Heilig Geist in Nürnberg, wechselte 1986 für vier Jahre als Oberkirchenrat in das Kirchenamt der EKD nach Hannover und war dort zuständig für Besondere Ökumenische Angelegenheiten. 1991 wurde Markert zum Dekan von Fürth berufen, seit 1. Oktober 2001 bekleidet er das Amt des Präsidenten des Diakonischen Werks Bayern.

 

München, 18. Juli 2011
Johannes Minkus, Pressesprecher

07.07.2011

Pressemitteilung zur Anerkennung im Ausland erworbener Berufsqualifikationen

Pressemitteilung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung

Ausländische Abschlüsse werden besser anerkannt

Kabinett verabschiedet Gesetzesentwurf zum Anerkennungsgesetz

Schavan: " Wir respektieren die Qualifikationen anderer"

Die Pressemitteilung vom 23. März 2011 

30.06.2011

Humanere Einwanderungspolitik gefordert

Diakonie Bundesverband, "Brot für die Welt" und Diakonie Katastrophenhilfe fordern mehr Solidarität mit Flüchtlingen und Migranten aus Nordafrika

 

Berlin/Stuttgart, 23. Juni 2011 Angesichts der dramatischen Situation der Menschen aus Nordafrika, die derzeit versuchen Schutz in Europa zu finden, fordern der Diakonie Bundesverband und die evangelischen Hilfswerke "Brot für die Welt" und Diakonie Katastrophenhilfe mehr Solidarität mit den betroffenen Staaten Nordafrikas beim Schutz der Flüchtlinge und Migranten. Im Blick auf das Treffen des Europäischen Rats am 23. und 24. Juni, bei dem die Asyl- und Flüchtlingspolitik sowie die Situation im südlichen Mittelmeer diskutiert werden, verlangen die Organisationen eine humanere Einwanderungspolitik und verstärkte Anstrengungen, die Staaten in Nordafrika beim Aufbau rechtsstaatlicher Strukturen zu unterstützen.

 

"Aus unserer Sicht halten wir einen Perspektivwechsel der politischen Entscheidungsträger in Europa und Deutschland für erforderlich. Er muss auf einer sachlichen Diskussion beruhen und daran orientiert sein, nachhaltige Zukunftsperspektiven für die Menschen in Nordafrika zu ermöglichen. Europa ist aufgefordert, besseren Zugang zu fairen Asylverfahren zu schaffen und ein Programm zur Aufnahme von Flüchtlingen zu entwickeln", heißt in einer gemeinsamen Erklärung zur aktuellen humanitären Situation in Nordafrika mit dem Titel "Für eine menschenrechtskonforme Asyl- und Migrationspolitik der EU".

Die Absage der Bundesregierung an das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR, wenigstens einen Teil der 8.000 Flüchtlinge aus Libyen aufzunehmen, sei zu vorschnell erfolgt. Denn Deutschland habe angekündigt, im Libyenkonflikt eine konstruktive Rolle einzunehmen und dürfe sich nun nicht wieder aus der Verantwortung zurückziehen, betonen Diakonie-Präsident Johannes Stockmeier und Cornelia Füllkrug-Weitzel, Direktorin von "Brot für die Welt" und Diakonie Katastrophenhilfe, im Blick auf die Sitzung des Rates.

Die Gestaltung von Zuwanderung nach Europa sei eine politische Aufgabe. Dabei dürften nicht allein wirtschaftliche Interessen den Ausschlag geben. Neben humanitärer Flüchtlingsaufnahme, die keinem Finanzierungsvorbehalt unterliegen darf, und entwicklungspolitischen Gesichtspunkten seien auch die Perspektiven und die Menschenrechte der Arbeitssuchenden in den Blick zu nehmen, wird in der Erklärung gefordert.

 

Durch die Veränderungen in Nordafrika habe die EU eine neue Chance bekommen, ihre allein auf Abschottung ausgerichtete Flüchtlings- und Migrationspolitik maßgeblich zu ändern. Die Zusammenarbeit mit Staaten, die unter massiven Verletzungen der Menschenrechte Flüchtlingen und Arbeitsuchenden den Zugang nach Europa verwehrten, dürfe nicht fortgesetzt werden. "Es ist Zeit für die EU, eine humanere Einwanderungspolitik zu entwickeln - eine Politik, die sich orientiert an den Menschenrechten der Frauen, Männer und Kinder, die ihre Herkunftsländer verlassen, um woanders ein besseres Leben zu führen", heißt es in der Erklärung.

 

Die Erklärung findet sich im Wortlaut unter sowie unter

 http://www.diakonie.de/fuer-eine-menschenrechtskonforme-asyl-und-migrationspolitik-der-8125.htm 

sowie unter

 www.brot-fuer-die-welt.de/presse und

 http://www.diakonie-katastrophenhilfe.de/press

09.03.2011

"Menschenrechte müssen gelebt werden"

EKD -Kammervorsitzender Volker Jung kritisiert EU-Flüchtlingspolitik

 

Der Vorsitzende der Kammer für Migration und Integration der Evangelischen Kirche in Deutschland, Kirchenpräsident Volker Jung hat sich enttäuscht über die Entscheidung der Justiz- und Innenminister bezüglich der Flüchtlinge aus Nordafrika gezeigt. Angesichts der dortigen Entwicklungen müsste die EU dringend zu einem gemeinsamen Handlungsplan finden. Im Moment sei die Zahl der Ankömmlinge zwar noch nicht besorgniserregend, das könne sich aber angesichts der Lage in Libyen schnell ändern.

 

Die Pressemitteilung vom 25. Februar 2011

20.01.2011

Empfehlungen des Deutschen Vereins zur erfolgreichen Integration von Menschen mit Migrationshintergrund durch die Kinder- und Jugendhilfe

In der Sitzung des Präsidiums des Deutschen Vereins am 08. Dezember 2010 wurde eine Empfehlungen zur erfolgreichen Integration von Menschen mit Migrationshintergrund durch die Kinder- und Jugendhilfe verabschiedet.

Die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund ist ein zentrales (fach-)politisches Thema in Deutschland geworden. Die demographische Entwicklung zeigt eindeutig und drängend, dass Deutschland bereits seit langem faktisch ein Einwanderungsland und die Integration dieser dauerhaft in Deutschland lebenden Menschen mit Migrationshintergrund eine wesentliche gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist. Die Kinder- und Jugendhilfe verfügt mit ihren vielfältigen Angeboten über Ressourcen, junge Menschen und ihre Familien bei der Partizipation an allen Teilbereichen der Gesellschaft zu unterstützen und sich damit aktiv am Integrationsprozess zu beteiligen.

Die Empfehlungen bieten eine Vielzahl von Ansatzpunkten für die Weiterentwicklung der Kinder- und Jugendhilfepraxis und den Abbau von Zugangsschwellen. Neben Empfehlungen für die zentralen Leistungsfelder der Kinder- und Jugendhilfe finden sich auch Hinweise für eine gelingende interkulturelle Öffnung der Träger und den Aufbau und die Förderung der interkulturellen Kompetenz der Fachkräfte.

 

Die Empfehlung vom 8.12.10

23.12.2010

Pressemitteilung der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern zu Meinungsaustausch der Bayerischen Staatsregierung mit Spitzenvertretern der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern zu Finanzpolitik, PID, Integration und Freiwilligen Dienst

Die vollständige Pressemeldung als PDF

23.12.2010

Pressemeldung zu Bildungsmotivation in türkischen Familien

Laut der Pressemitteilung des Mannheimer Zentrums für Europäische Sozialforschung ist die Bildungsmotivation in türkischen Familien besonders stark.

Die Pressemitteilung finden Sie unter

 http://www.mzes.uni-mannheim.de/presse/MZES-PM_tuerkische_Grundschulkinder_Bildungsuebergang_Dollmann_23.08.2010.pdf

 

01.10.2010

Betreuungsnotstand bei jugendlichen Flüchtlingen. Diakonie fordert Aktionsplan

Nürnberg, 30. September 2010 Angesichts explodierender Zahlen hat die Diakonie in Bayern jetzt einen Aktionsplan für unbegleitete minderjährige Asylsuchende gefordert. "Die Zahlen, die wir aus den beiden Erstaufnahmeeinrichtungen in München und Zirndorf bekommen, sind alarmierend", sagte der Präsident der bayerischen Diakonie, Dr. Ludwig Markert, anlässlich des Tags des Flüchtlings am 1.Oktober. So war die Münchner Einrichtung ursprünglich für 20 Flüchtlinge ausgelegt, untergebracht sind derzeit jedoch rund 100 Jugendliche.

 

In Zirndorf waren im Jahr 2008 insgesamt 74 Jugendliche aufgenommen worden. Im Jahr 2009 waren es schon 122 Jugendliche. "Die Zahl der alleinstehenden Kinder und Jugendlichen, die in die Bundesrepublik flüchten, hat deutlich zugenommen, und es wird zunehmend schwierig, für diese jungen Menschen die notwendige Aufnahme in geeigneten Einrichtungen zu organisieren." Es fehlten die Plätze für die alleine auftauchenden Kinder und Jugendlichen, die oft genug nicht nur ein Dach über den Kopf, sondern eine qualifizierte Betreuung in Jugendhilfeeinrichtungen benötigen.

 

Markert: "Viele junge Flüchtlingen sind, aufgrund der oft grausamen Erfahrungen auf ihrem Fluchtweg, auf besondere Hilfe angewiesen." Wie die Erfahrungen aus einem medizinischen Projekt in München zeigten, seien viele Kinder und Jugendliche traumatisiert. Da sie sich alleine in einer fremden Gesellschaft und Kultur zurecht finden müssten, bräuchten sie zusätzliche der Begleitung und Unterstützung. Darum seien nach Markerts Worten auch entsprechend spezialisierte Einrichtungen notwendig. "Leider fehlt es an Plätzen, an qualifizierten Fachkräften und an Mitteln, um diese Jugendlichen in angemessener Weise fördern zu können. Außerdem ist nicht jede Jugendhilfeeinrichtung geeignet, Kinder und Jugendliche aus einer anderen Kultur und mit einem temporären Aufenthaltstitel zu integrieren."

 

Die Europäische Kommission habe in ihrem Aktionsplan für unbegleitete Minderjährige das fundamentale Prinzip betont, dass jedes Kind, das Schutz benötigt, diesen Schutz unabhängig von seinem Aufenthaltsstatus und Nationalität erhalten sollte. "Zur Sicherstellung des Schutzes junger Flüchtlinge sind verstärkte Anstrengungen sowie zusätzliche Haushaltsmittel notwendig." Diakoniepräsident Markert forderte daher die beteiligten Behörden und Organisationen auf, in dieser schwierigen Situation einen gemeinsamen Aktionsplan zu entwickeln und umzusetzen. "Es sei dringend notwendig, dass die hier bestehenden Herausforderungen tatkräftig angegangen werden."

13.07.2010

Keine wirklichen Fortschritte in der Asylpolitik. Diakonie warnt stattdessen vor faulen Kompromissen.

Nürnberg, 12.07.2010 Müssen Asylsuchende und geduldete Ausländer auch in Zukunft in Gruppenunterkünften leben? Oder ist ihnen bald ein Auszug aus den Sammelunterkünften möglich? Mit dieser Frage beschäftigt sich in den kommenden Tagen der Bayerische Landtag – und könnte dabei der Versuchung erliegen, einen faulen Kompromiss zu schließen. Dies zumindest ist die Befürchtung des Diakonischen Werkes Bayern.

 

"Die bisherigen Regelungen verpflichten Asylsuchende und geduldete Ausländer, in Asylheimen zu wohnen. Der Auszug war nur in Ausnahmefällen möglich. Dies hat dazu geführt, dass viele dieser Menschen über Jahre hinaus in beengten und häufig sehr schwierigen Wohnverhältnissen in Notunterkünften ausharren mussten", erklärt der Präsident der Diakonie, Dr. Ludwig Markert. Ein Kompromiss soll es zukünftig zumindest Familien mit Kindern erlauben, die Sammellager zu verlassen. Der aber geht der Diakonie in Bayern nicht weit genug.

So sollen Familien mit Kindern die Sammelunterkünfte nur dann verlassen und in eine eigene Wohnung ziehen dürfen, wennein „rechtliches oder faktisches Ausweisungs- und Abschiebungshindernis besteht, und die Personen nicht über ihre Identität getäuscht oder nicht hinreichend an deren Klärung mitgewirkt haben", wie es im Entwurf heißt. Nach Ansicht der Diakonie bleibt es in der Folge der Einzelfallprüfung der Ausländerbehörde und ihrem Wohlwollen überlassen, ob eine Auszugserlaubnis erteilt wird oder nicht. "Die Mitwirkung bei der Beschaffung der Reisedokumente spielt bei dieser Prüfung eine große Rolle. Dadurch werden die Betroffenen jedoch in eine Konfliktsituation manövriert." Sie müssten für eine Auszugserlaubnis Bedingungen der Behörde erfüllen, die unter Umständen zur Beendigung ihres Aufenthaltes führen können.

"Wir hätten uns in dieser Frage eine weitreichendere Lösung gewünscht – genau wie übrigens auch die FDP-Fraktion im bayerischen Landtag." Sie hatte ebenfalls gefordert, dass ein Auszug aus den Sammelunterkünften in eine Mietwohnung ohne besonderen Antrag möglich sein sollte. „In anderen Bundesländern wie Hamburg, Hessen und Niedersachen ist dies ohne weiteres möglich. Die Haltung der Staatsregierung ist darum nicht nur aus Gründen der Humanität für uns nicht nachvollziehbar."

Neben den Wohlfahrtsverbänden hatten in den vergangenen Jahren auch die Oppositionsparteien sowie Experten immer wieder eine Verbesserung der Situation in den Asylunterkünften angemahnt. Die Entwicklung des jetzt diskutierten Kompromisses hat nahezu ein Jahr in Anspruch genommen.

Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer in Notunterkünften liegt bei drei Jahren. Es gibt jedoch auch Menschen, die aufgrund der unbegrenzten Wohnpflicht zehn und mehr Jahre in diesen Unterkünften leben müssen. In einem Fall betrug die Aufenthaltsdauer sogar achtzehn Jahre.

 

Daniel Wagner

Pressesprecher Diakonisches Werk Bayern

03.02.2010

Gemeinsame Stellungnahme zur Konsultation "EU 2020"

Die beiden großen christlichen Kirchen in Deutschland und ihre Werke, Caritas und Diakonie, engagieren sich für ein Europa der Solidarität und Nachhaltigkeit, das dem Gemeinwohl verpflichtet ist. Gemeinsames Anliegen ist es, „zu einer Verständigung über die Grundlagen und Perspektiven einer menschenwürdigen, freien, gerechten und solidarischen Ordnung von Staat und Gesellschaft beizutragen und dadurch eine gemeinsame Anstrengung für eine Zukunft in Solidarität und Gerechtigkeit möglich zu machen“ (Für eine Zukunft in Solidarität und Gerechtigkeit, Wort des Rates der EKD und der Deutschen Bischofskonferenz, 1997).

 

I. Allgemeine Erwägungen

Europa muss seine Arbeitsmärkte und Sozialsysteme den geänderten globalen, gesellschaftlichen und politischen Anforderungen anpassen. Im Mittelpunkt der Reformbemühungen muss dabei das Wohl der Menschen stehen. Als Kirchen und kirchliche Wohlfahrtsverbände rufen wir regelmäßig in Erinnerung, dass Wirtschaft und Wachstum dem Menschen dienen müssen und nicht umgekehrt.

Gemeinsam setzen wir uns für eine Gesellschaftsordnung ein, die die Würde des Einzelnen respektiert, einer leistungsfähigen und nachhaltigen Wirtschaft förderlich ist und gleichzeitig durch eine gerechte und stabile Sozialordnung den gesellschaftlichen Frieden gewährleistet. Wir wünschen uns eine wirkliche Kohärenz der sozialpolitischen Ziele (vgl. Art. 9 Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union) mit den wirtschaftspolitischen Weichenstellungen.

Kritisch haben wir uns deshalb gegen die starke Betonung der wirtschaftlichen Dimension der Lissabon-Strategie nach der Halbzeitrevision im Jahr 2005 gewandt. Nicht jedes Wachstum und jede Beschäftigung schaffen automatisch die Bedingungen für einen stärkeren sozialen Zusammenhalt und die Sicherung der ökologischen Nachhaltigkeit. Einer Ökonomisierung aller Lebensbereiche treten wir daher nach wie vor entgegen.

Angesichts der bevorstehenden Neuausrichtung der Lissabon-Strategie im Rahmen der künftigen EU-Strategie bis 2020 plädieren wir für eine fundamentale Stärkung ihrer sozialen Dimension. Das Europäische Jahr 2010 zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung sehen wir als besonderes Zeichen der Selbstverpflichtung der Europäischen Union, den sozialen Zusammenhalt zu festigen.

Im Folgenden möchten wir auf einige ausgewählte Aspekte eingehen, welche im Rahmen der Lissabon-Strategie 2020 berücksichtigt werden sollten:

 

  • die Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung,
  • die Schaffung sicherer und qualitativ hochwertiger Arbeitsplätze sowie die Stärkung der „aktiven Eingliederung“,
  • die Förderung einer an den Bedürfnissen des Menschen orientierten Bildungspolitik,
  • der universelle Zugang zu sozialen Dienstleistungen von hoher Qualität zu erschwinglichen Preisen,

     

  • die Bedeutung einer gemeinsamen europäischen Einwanderungspolitik sowie
  • die Notwendigkeit, ökologisch-soziale Relevanz und Nachhaltigkeit bei Berechnung und Bewertung von Wachstum zu berücksichtigen.

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19.11.2009

Artikel zur Flüchtlingspolitik

Im Oktober 2009 erschienen in der "taz" einige Artikel zur Flüchtlingspolitik, die  in den folgenden Dateien zu finden sind:

 

Auf Irrwegen

 

Keine Papiere - keine Rechte

 

Drei Tage und Nächte in Seenot  und Gefährlicher Verschiebebahnhof

05.10.2009

Aktion Bleiberecht - Diakonie setzt sich für Verbesserung des Bleiberechts ein

 

 

Am Ende des Jahres laufen die Fristen der gesetzlichen Bleiberechtsregelung für Ausländer aus. Tausende Menschen werden dann in einen unbestimmten Aufenthaltsstatus zurückfallen. Vielen droht die Abschiebung. Ein Grund dafür sind die kaum erfüllbaren Forderungen, die mit einer dauerhaften Aufenthaltserlaubnis verknüpft sind. Die Diakonie Bayern fordert deshalb von der Politik eine Anpassung des geltenden Rechts.

 

Sie leben schon seit vielen Jahren in Deutschland. Ihre Kinder sind oft in Deutschland geboren, sie wachsen hier auf und gehen hier zur Schule. Ende 2006 waren es etwa 110.000 Ausländerinnen und Ausländer, die seit mehr als sechs Jahren in Deutschland wohnten, deren Aufenthalt aber nur geduldet war. Im November 2006 einigte sich daher die Innenministerkonferenz auf eine Bleiberechtsregelung für langjährig geduldete Ausländerinnen und Ausländer, die in der gesetzlichen Altfallregelung des Bundes von August 2007 weitgehend übernommen wurde.

 

Doch am eigentlichen Problem hat sich nichts geändert. „Die aktuelle Bleiberechtsregelung erweckt den Anschein, als wollten die politisch Verantwortlichen damit künstlich Gründe für die massenhafte Abschiebung der Betroffenen schaffen", kritisiert Dr. Ludwig Markert, Präsident des Diakonischen Werks Bayern. Ende Februar 2009 waren laut Bundesinnenministerium immer noch 63.218 Menschen im Duldungsstatus. Und auch der größte Teil der 35.040 Personen, die bis dahin eine Aufenthaltserlaubnis nach der gesetzlichen Regelung bekommen hatten, verharrt in einem unsicheren Status: 28.483 von ihnen haben nur eine Aufenthaltserlaubnis auf Probe bis Ende 2009. Sie müssen befürchten, ab 2010 wieder in den Duldungsstatus zurückzufallen.

 

Hauptursache des Problems ist die Auflage, dass die Betroffenen ihren Lebensunterhalt seit 1. April 2009 überwiegend durch ein langfristiges Beschäftigungsverhältnis gesichert haben müssen. Ohne Job drohen Duldungsstatus oder gar Abschiebung. Die Diakonie tritt zusammen mit der Caritas und den beiden Kirchen dafür ein, die Bleiberechtsregelung nach humanitären Gesichtspunkten zu verändern. „Das Bleiberecht geht offensichtlich an der Lebenswirklichkeit der Betroffenen vorbei", sagt Markert. „Wie sollen gerade in Zeiten der Wirtschaftskrise, in denen auch bei Akademikern befristete Arbeitsverhältnisse an der Tagesordnung sind, Menschen einen unbefristeten Job finden, die durch den Duldungsstatus jahrelang keinen Zugang zum Arbeitsmarkt hatten?"

 

Im Herbst berät die Innenministerkonferenz über das weitere Schicksal der Betroffenen. „Der derzeitige Umgang mit den Betroffenen entspricht nicht christlichen Wertmaßstäben", urteilt Markert und nimmt insbesondere den bayerischen Innenminister Joachim Herrmann in die Pflicht, dessen Stimme bei den Beratungen besonderes Gewicht hat: „Gerade von ihm als Vertreter einer „C"-Partei erwarten wir, dass er sich für eine Änderung des Bleiberechts nach humanitären Gesichtspunkten einsetzt."

 

Die Bleiberechtskampagne der beiden Kirchen und ihrer Wohlfahrtsverbände im Internet:

 www.aktion-bleiberecht.de

 

Zur Unterstützung der Öffentlichkeitsarbeit vor Ort können Postkarten und Plakate für Ihre Aktion zum Bleiberecht bestellt werden

Die Postkarte ist bereits vorgedruckt und wendet sich an den Bundesinnenminister. Auf der Vorderseite der Postkarte ist das Cover der Bleiberechtsbroschüre abgebildet (siehe Anlage 2). Den Text auf der Rückseite der Postkarte erhalten Sie als Anlage 1.

Anlage 1 Postkarte Bleiberecht Rückseite

Anlage 2 Postkarte Bleiberecht Vorderseite

Die Postkarte ist kostenlos. Es werden nur die Versandgebühren berechnet:

Das Plakat wird in der Größe A 2 angeboten und zeigt ebenfalls das Cover der Bleiberechtsbroschüre. Das Plakat wird in Staffelpreisen angeboten. 10 Exemplare kosten z.B. 5 EUR plus Versandgebühren.

Das Plakat und die Postkarte können Sie unter folgenden Links bestellen:

Plakat:  http://www.ariadne.de/buchdienst/contents/de/p3313.html

Postkarte:  http://www.ariadne.de/buchdienst/contents/de/p3312.html

Die Links werden auch auf der Aktionswebseite in der Rubrik "Materialien"

eingestellt.

 http://www.ariadne.de/buchdienst/contents/de/p3312.html

Ihre Aktion zum Bleiberecht kann auf die Aktionswebseite  www.aktion-bleiberecht.de eingestellt werden.

30.07.2009

Bayerische Diakonie fordert menschlichere Asylpolitik

Nürnberg, den 29. Juli 2009

„Wir begrüßen und unterstützen den Vorschlag von Sozialministerin Haderthauer nachdrücklich, den Kurs der CSU-Asylpolitik zu korrigieren", so Diakoniepräsident Dr. Ludwig Markert. Am Montag hatte die Ministerin Verbesserungen für die Unterbringung von Asylsuchenden gefordert. Insbesondere Innenminister Joachim Herrmann blockiert mit seinem Widerstand diese überfällige Kurskorrektur in der Sozialpolitik.

 

Eine Verbesserung der Zustände in den staatlichen Gemeinschaftsunterkünften für Asylsuchende und geduldete Ausländer ist aus Sicht der bayerischen Diakonie dringend erforderlich. Im April hatten Experten in einer Anhörung im Landtag auf die inhumanen Zustände in den Notunterkünften hingewiesen. „Insbesondere Familien mit minderjährigen Kindern, chronisch Kranke und traumatisierte Flüchtlinge brauchen umgehend menschenwürdige Wohnverhältnisse", fordert der Diakoniepräsident. „Viele Asylsuchende und geduldete Ausländer sind gezwungen, oft jahrelang in den Unterkünften auszuharren – mit zum Teil dramatischen psychischen und somatischen Folgen. Wir fordern daher eine zeitliche Begrenzung der Wohnpflicht".

 

Der von der bayerischen Sozialministerin kritisierte Absatz in der Asylverordnung, dass die Verteilung der Asylbewerber die „Rückkehrbereitschaft" der Flüchtlinge in ihre Heimat fördern solle, bleibt unangetastet. „Dieser vom bayerischen Ministerrat gefasste Beschluss darf aber nicht zu einem Ende der politischen Debatte führen. Wir sind Frau Haderthauer dankbar, dass sie Bewegung in die verhärteten Positionen der CSU in der Asylpolitik gebracht hat", so Diakoniepräsident Markert. Die Diakonie wird sich weiterhin nachhaltig für eine Verbesserung der Lebensbedingungen von Asylanten und geduldeten Ausländern in Bayern einsetzen.

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04.03.2009

Presseerklärung des DW EKD mit Pro Asyl und Amnesty International zur Aufnahme irakischer Flüchtlinge

in einer gemeinsamen Presseerklärung fordern Diakonisches Werk der EKD, Amnesty International und Pro Asyl die kontinuierliche Aufnahme von Flüchtlingen in Deutschland.

Aufnahme irakischer Flüchtlinge kann nur ein erster Schritt sein.

 

Berlin, 04. März 2009 Die Aufnahme irakischer Flüchtlinge in Deutschland ist begrüßenswert, kann aber nur ein erster Schritt sein. Deutschland sollte sich im Rahmen von Neuansiedlungsprogrammen dringend verpflichten, ein jährliches Kontingent von Flüchtlingen dauerhaft aufzunehmen und zu integrieren. Dies haben Vertreter von PRO ASYL, Amnesty International und des Diakonischen Werks der EKD heute in Berlin gefordert. Anlass ist das bevorstehende Eintreffen der ersten von insgesamt 2.500 irakischen Flüchtlingen, deren Aufnahme die Bundesregierung im letzten Jahr zugesagt hatte. Mitte März sollen die ersten Iraker in Deutschland ankommen.

 

Mehr als sechs Millionen Flüchtlinge weltweit befinden sich heute in einer anhaltend ausweglosen Situation. Die große Mehrheit von ihnen flüchtet in die Nachbarländer. Viele dieser Erstzufluchtsländer benötigen mehr als finanzielle Unterstützung. So sind in den letzten Jahren allein etwa zwei Millionen Iraker in die Nachbarländer Syrien und Jordanien geflohen. Das überfordert Wirtschaft und Gesellschaft dieser Länder.

 

Günter Burkhardt, Geschäftsführer von PRO ASYL: "Dieses Aufnahmeprogramm bahnt den religiösen Minderheiten und anderen Schutzbedürftigen aus dem Irak einen Weg aus der Sackgasse. Allerdings brauchen mehr als 2.500 Menschen - oder die 10.000, die die EU aufnimmt - eine sichere Heimat."

Deutschland und die internationale Gemeinschaft dürfen die Erstzufluchtsstaaten nicht allein lassen und sollten über sogenannte Resettlement-Programme dauerhaft Schutz bieten. Mehr als 50 Organisationen tragen bereits die Forderung nach einem Programm zur Aufnahme von Flüchtlingen mit. Mit der Kampagne "Save me - eine Stadt sagt ja!" sollen Kommunen bundesweit Schutzbedürftigen Aufnahme bieten. In einer ganzen Reihe von Städten gibt es heute solche Initiativen.

Katharina Wegner, Diakonisches Werk der EKD: "Wenn Deutschland und die EU sich angemessen an Resettlement-Programmen beteiligen, verschafft dies Menschen, von denen viele oft ein Jahrzehnt in Flüchtlingslagern leben, einen Zugang zu elementaren Rechten."

 

"Wir brauchen dringend Resettlement-Programme, die die Erstzufluchtsländer bei der Aufnahme von Flüchtlingen unterstützen", sagte die Flüchtlingsexpertin von Amnesty International, Julia Duchrow. "Sie dürfen aber nicht dazu missbraucht werden, den individuellen Anspruch eines Flüchtlings auf Schutz zu ersetzen.

Resettlement-Programme sind ein wichtiges ergänzendes Instrument des Flüchtlingsschutzes."

 

Diakonisches Werk der Evangelischen Kirche in Deutschland e.V.

Ute Burbach-Tasso

kommissarische Pressesprecherin

Diakonie-Pressestelle

Reichensteiner Weg 24

14195 Berlin-Dahlem

Telefon (030) 8 30 01-130

Fax (030) 8 30 01-135

E-Mail:  pressestelle(at)diakonie.de

Internet:  www.diakonie.de

27.03.2008

Neue Artikel zu Migrationsthemen

Das Diakonische Werk Bayern hat kürzlich unter den Titeln

"Man spricht ...- was?  Strafe für fehlende Deutschkenntnisse" und

"Die gewollte Armut  Keine Anpassung des Asylbewerberleistungsgesetzes seit 14 Jahren"

zwei  Artikel zu Migrationsthemen veröffentlicht. Über den jeweiligen Link können die Artikel aufgerufen werden.

Materialien

PM_Zuwanderung.pdf

Einreisebeschränkungen für Ehegatten? Strafrechtliche Maßnahmen statt Begrenzung der

36 K

News

 

 

Förderrichtlinien der Stiftung "Welten verbinden" Mehr...

 

Projektförderantrag 

Antragsfrist für Projekte über 500,-: 6. Februar 2012

 

 

WeltenVerbindenFreunde.net

Über den Link  http://www.weltenverbindenfreunde.net/ werden Integrationsprojekte von Diakonie und Evangelischer Kirche in Bayern multimedial sichtbar

 

 

 

 

 

19. Januar 2012

Landesbischof: Situation in der Asyl-Erstaufnahmeeinrichtung Zirndorf teilweise "menschenunwürdig". In der Pressemitteilung Mehr...

  

 

9. Januar 2012

Der EUFIS-Newsletter Dezember 2011 ist eingestellt. Mehr...Welten intern

 

 

22. Dezember 2011

Die EU-Notizen 5-2011 sind eingestellt. Mehr....Welten intern

 

22. Dezember 2011

Der EUFIS-Newsletter November 2011 ist verfügbar. Mehr....Welten intern

 

22. Dezember 2011

Der  EU-FONDS-INFOBRIEF 2/2011 ist eingestellt. Mehr... Welten intern

 

22. Dezember 2011

Die Europa-News der BAG EJSA Ausgabe Dezember 2011 (Nr. 6) ist eingestellt. Mehr....Welten intern 

 

 

26. Oktober 2011

Die vom BAMF geförderten Integrationsprojekte sind im Projektjahrbuch 2010 vorgestellt. Mehr....

 

24. Oktober 2011

Handreichung "Sozialleistungen für Unionsbürgerinnen und Unionsbürger in Deutschland" in der Reihe Diakonie-Texte erschienen. Mehr.... Welten intern

 

24. Oktober 2011

Sonntagsblatt-Beilage der STIFTUNG WELTEN VERBINDEN mit dem Thema "Migration und Gesundheit" erschienen. Mehr....

  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  

 

  

 

  

 

 

 

  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  

 

  

 

 

 

 

 

20. Februar 2006

 

Neues Forum

 

Für registrierte Besucher von weltenverbinden.de steht ein neu eingerichtetes Gesprächsforum zur Verfügung.